Mitwirkung bei der Schulraumplanung in Gais und Meisterschwanden

Ausgangslage und Zielsetzung
Schulraumplanung ist für viele Gemeinden ein wichtiges Zukunftsthema. Pädagogische Anforderungen, demografische Entwicklungen, räumliche Möglichkeiten und die finanziellen Rahmenbedingungen für Sanierungen oder Neubauten müssen dabei zusammengebracht werden. In den Gemeinden Gais (Appenzell) und Meisterschwanden (Aargau) haben wir zusammen mit dem Planungs- und Ingenieurbüro Landis AG Mitwirkungsprozesse zur Weiterentwicklung der Schulraumplanung konzipiert und moderiert. Ziel war es, auf Grundlage eines nachvollziehbar dargestellten Planungsstands und möglicher Varianten gemeinsam mit der Bevölkerung Empfehlungen für die weiteren Planungsschritte zu erarbeiten.
Vorgehen
In Gais war der Prozess mit zwei aufeinander aufbauenden Veranstaltungen konzipiert. Den Auftakt bildete ein öffentlicher Workshop mit Bevölkerung und Anspruchsgruppen aus Gais. Dabei wurden verschiedene Varianten zur zukünftigen Schulraumentwicklung diskutiert, neue Ideen eingebracht und die jeweiligen Vor- und Nachteile abgewogen. In einer zweiten öffentlichen Veranstaltung wurden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. Die Teilnehmenden konnten die vorgestellten Varianten, die sich auf Basis der Studie herauskristallisiert hatten, kritisch reflektieren und gewichten.
In Meisterschwanden bestand eine zentrale Herausforderung darin, die Bevölkerung wieder stärker in die Planung einzubeziehen. Die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Eggen beschäftigt die Gemeinde seit längerer Zeit, weshalb zunächst ein gemeinsamer Wissensstand geschaffen werden musste. Am Mitwirkungsanlass wurden drei Varianten vorgestellt: die Siegervariante aus dem Wettbewerb sowie zwei redimensionierte Alternativen. Die rund 100 Teilnehmenden diskutierten die Varianten und formulierten Empfehlungen für das weitere Vorgehen der Gemeinde.
In beiden Prozessen kamen dialogorientierte Grossgruppenworkshops mit wechselnden Tischgruppen sowie einer gemeinsamen Priorisierung und Verdichtung der Ergebnisse zum Einsatz. Vor den öffentlichen Dialogveranstaltungen wurden zudem Spurgruppen eingesetzt. Diese brachten als quasi-repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung der Gemeinden wichtige Hinweise zu den Inhalten und zum Ablauf der Veranstaltungen ein und trugen dazu bei, die Mitwirkungsanlässe gezielt vorzubereiten.
Ergebnis
Die Mitwirkungsprozesse haben in beiden Gemeinden dazu beigetragen, Transparenz zu schaffen und das Verständnis für die vielschichtigen Herausforderungen der Schulraumplanung zu erhöhen. Gleichzeitig wurden Anliegen, Fragen und Empfehlungen aus der Bevölkerung sichtbar gemacht. Diese bilden eine wichtige Grundlage für die weitere planerische Bearbeitung und die nächsten politischen Entscheidungen.
Projektdetails
Auftraggeber:in: Gemeinde Gais (Appenzell Ausserrhoden), Gemeinde Meisterschwanden (Aargau)
Projektpartner: Landis AG, Bauingenieure + Planer
Rolle frischer wind: Konzeption, Vorbereitung, Moderation und Dokumentation der Mitwirkungsprozesse in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Landis AG.




