Common Ground – eine tragfähige Basis schaffen

Wann ist ein Partizipationsprozess erfolgreich? Muss am Ende jede und jeder der gleichen Meinung sein?
Wir denken: nein. Interessengegensätze lassen sich nur selten auflösen und müssen es auch nicht.
Wichtiger ist, ob eine tragfähige gemeinsame Basis entsteht: ein Common Ground. Unterschiede können bestehen bleiben, aber Meinungen, Interessen und Prioritäten werden sichtbar und nachvollziehbar. Und nicht selten erleben wir, dass sich festgefahrene Positionen im Dialog doch wieder lockern. Auf einer solchen Grundlage sind nächste Schritte möglich und das System bleibt handlungsfähig.
In unseren Prozessen laden wir gezielt die Vielfalt an Perspektiven ein
«Das ganze System in einem Raum» lautet einer der Leitgedanken. Gerade wenn Positionen weit auseinanderliegen, wenn eine gemeinsame Sprache fehlt oder Diskussionen sich verhärtet haben, braucht es Klärung: Welche Interessen sind vorhanden und warum? Wo besteht Dissens, wo gibt es Gemeinsamkeiten?
Der Common Ground schafft ein gemeinsames Problemverständnis, eine geteilte Sprache sowie Klarheit über Prioritäten und Handlungsfelder. Er entsteht nicht von selbst, sondern im strukturierten Dialog.
Wie das in der Praxis aussieht:
In Sursee brachte ein partizipativer Prozess rund 100 Personen aus Politik, Verbänden und Zivilgesellschaft von sechs Gemeinden zusammen, um gemeinsam tragfähige Lösungen für eine stark belastete Verkehrsachse zu entwickeln. Bei der Baugenossenschaft Frohheim Zürich stand nach einer Phase der Unklarheit die Frage im Raum, wie freiwilliges Engagement künftig geregelt werden soll. Eine Antwort, die nur gemeinsam mit den Bewohnenden entstehen konnte. Und beim Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz DOJ ging es darum, eine neue Verbandsstrategie so zu erarbeiten, dass sie von den Mitgliedern aus der ganzen Schweiz wirklich mitgetragen wird.
Herzliche Grüsse
Das Team frischer wind